Allgäuer Dialekte - Die-Allgäuseiten.de

Ihr Informations-, Ausflugs- und Freizeitportal für’s Allgäu

Herbst im Allgäu
Weitere interessante Homepages rund ums Allgäu: Die Kinder-Allgäuseiten | Familienausflüge im Allgäu | Gedanken | Wanderportal Allgäu
Title
Direkt zum Seiteninhalt

Das Allgäu

Der Allgäuer Dialekt

Einen einheitlichen Dialekt gibt es im Allgäu nicht. Wer einmal durch das gesamte Allgäu gereist ist und mit den Einheimischen in Kontakt war, weiß, dass in verschiedenen Regionen des Allgäus ganz unterschiedlich gesprochen wird. Teilweise variiert der Allgäuer Dialekt sogar von Ort zu Ort.
Nachfolgend erfahren Sie mehr über unseren Allgäuer Dialekt:

Einige Beispiele für die Eigenheiten der Allgäuer Dialekte:

Im Ostallgäu hört man des Öfteren den Laut "o". Hier geht man nicht zum "Einkaufen", sondern zum "Eikofe" und die "Augen" heißen "Oge".

Wer noch Reste vom Alemannischen hören möchte, wie es vor über tausend Jahren bei uns im Allgäu gesprochen wurde (siehe Geschichte des Allgäus), der wird im Westallgäu fündig. Hier wird aus "Zeit" die "Zit", aus einem "Rausch" wird hier ein "Rusch" und aus dem "Rathaus" das "Rothus".

Ebenfalls in Oberstdorf im Oberallgäu hört man noch Sprach-Reste des Alemannischen. Hier ist außerdem das "ü" häufig zu hören. Aus "rund" wird hier "ründ", aus "unten" ein "dünd" und aus der "Aussicht" eine "Üssicht".

Im Unterallgäu hört man häufig das "au", das sich weit bis nach Mittelschwaben hinein zieht. Der "Schwabe" wird zum "Schwaub", aus "schlafen" wird hier "schlaufen" und "er hat" heißt im Unterallgäu "er haut".

Im Zentrum des Allgäus - rund um Kempten herum - ist der Allgäuer Dialekt aufgrund seiner weniger starken Ausprägungen auch für Nicht-Allgäuer am einfachseten zu verstehen.


Quelle: Buch "Allgäuerlei", 2. Auflage.


Besuchen Sie unbedingt auch den interessanten "Sprechenden Sprachatlas von Bayern" (externer Link).

© Die-Allgäuseiten.de, Markus Hannig, 2004-2019
Zurück zum Seiteninhalt